Unabhängiger Ratgeber für Eltern zu Lernspielen zu Hause. Kein Förderzentrum und kein Geschäft, ohne Verbindung zur früheren Website unter dieser Domain. Fragen zur Entwicklung Ihres Kindes besprechen Sie bitte mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt und mit Fachleuten.

spielend lernen: ein Ratgeber für Eltern

Spielend lernen: ein Ratgeber für Eltern

Für Kinder ist Spielen der natürliche Weg, die Welt zu entdecken, und keine Pause zwischen nützlichen Dingen. Während ein Kind einen Turm baut, Löffel nach Größe sortiert oder überlegt, wohin der Spielzeugbus fährt, lernt es sprechen, zählen, warten und sich einigen. Hier zeigen wir in Ruhe, wie Sie solches Spielen zu Hause unterstützen können: ohne teure Anschaffungen, ohne Leistungsdruck und mit einem Blick auf die Sicherheit.

Das beste Lernspielzeug im Haus ist ein Erwachsener, der sich zu seinem Kind auf den Boden setzt und bereit ist, im fremden Spiel eine Weile Gast zu sein und nicht Chef.

— Von der Redaktion

Wo Sie anfangen können

Sprache und Wörter

Spiele mit viel Gespräch: benennen, was wir sehen, einen Reim finden, eine Geschichte weitererzählen. Der Wortschatz wächst von selbst, wenn das Kind neugierig ist und man ihm zuhört.

Zählen und Logik

Wir zählen Treppenstufen und Knöpfe, sortieren Dinge nach Farbe und Größe und suchen, was nicht dazugehört. Mathematik beginnt mit Fragen wie „Wie viele?“ und „Was kommt als Nächstes?“, ganz nebenbei gestellt.

Hände und Raum

Bauklötze, Steckmosaike mit großen Teilen, Kneten, Papierfalten und einfache Rätsel. Hände und Augen lernen zusammenzuarbeiten, und das Kind beginnt zu verstehen, was sich wo befindet.

Gemeinsam spielen

Wie Sie sich auf Ihr Kind einstellen, ohne aus dem Spiel eine Unterrichtsstunde zu machen, wie Sie gelassen mit dem Verlieren umgehen und rechtzeitig aufhören. In dieser Rubrik geht es um die Rolle der Erwachsenen im Spiel.

Rubriken des Ratgebers

  • Spielideen

    Kurze Spielideen nach Fähigkeiten: worum es geht, was das Spiel übt und wie Sie es leichter oder schwieriger machen.

  • Themen

    Themen für Vorschul- und Grundschulkinder sowie ein Katalog eigenständiger Beiträge des Ratgebers.

  • Aufgaben

    Eine Spielwoche: jeden Tag eine kurze Aufgabe – zu Hause, in der Küche, beim Spaziergang und unterwegs.

  • Material

    Was Sie zu Hause zum Spielen bereithalten und welche Dinge besser außer Reichweite kleiner Kinder bleiben.

  • Methoden

    Sinnvoll spielen: Das Kind führt, der Erwachsene beschreibt, Fehler und Wiederholungen gehören zum Spiel.

  • Begriffe

    Einfache Erklärungen für Begriffe aus dem Ratgeber: vom Rollenspiel bis zum Warten, bis man an der Reihe ist.

  • Fragen

    Antworten zur Sicherheit, dazu, was tun, wenn ein Spiel nicht klappt, und zu Bildschirmen in der Familie.

Das erste gemeinsame Spiel am Abend: fünf Schritte

  1. Wählen Sie ein kurzes Spiel

    Geeignet ist alles, was keine Vorbereitung braucht: zu Hause alles Runde finden, eine Brücke aus Kissen bauen, abwechselnd Tiere nennen. Je einfacher die Regeln, desto leichter der Anfang.

    Besser ein kurzes Spiel, das man gern wiederholt, als ein langes, das schon langweilig geworden ist.

  2. Legen Sie das Handy weg

    Bringen Sie es in ein anderes Zimmer oder legen Sie es mit dem Bildschirm nach unten hin. Kinder spüren sehr genau, wenn ein Erwachsener nur halb bei ihnen ist.

  3. Lassen Sie das Kind beginnen

    Fragen Sie, was es spielen möchte, oder bieten Sie zwei Möglichkeiten zur Auswahl an. Der erste Zug, die erste Idee und die erste Regel sollen vom Kind kommen.

  4. Loben Sie die Mühe, nicht den Sieg

    Sprechen Sie laut aus, was Ihr Kind tut: „Du hast lange nach dem passenden Teil gesucht und es gefunden.“ Solche Worte halten das Interesse besser wach als „Super, du bist der Beste“.

    Sprechen Sie über das, was Sie sehen, und nicht darüber, wie Ihr Kind sein sollte.

  5. Hören Sie auf, bevor alle müde sind

    Kündigen Sie rechtzeitig an, dass das Spiel bald endet, und vereinbaren Sie den Abschluss: ein letzter Zug, gemeinsames Aufräumen, ein kurzer Bericht, was entstanden ist. Dann freut sich Ihr Kind schon auf morgen.

Das Wichtigste in Kürze

Sind Sie ein Förderzentrum?

Nein. Lucky Kid ist ein unabhängiger Ratgeber für Eltern. Wir bieten keine Kurse an, nehmen keine Anmeldungen für Gruppen entgegen und sprechen nicht im Namen eines Kindergartens, einer Schule oder eines Förderzentrums.

Welche Spiele sollte ich kaufen?

Wir nennen bewusst keine Spiele, Verlage oder Marken. Stattdessen sagen wir, worauf Sie achten können: die Altersangabe auf der Verpackung, große und stabile Teile, verständliche Regeln, die Möglichkeit, gemeinsam zu spielen, und das Interesse Ihres Kindes.

Mein Kind wird wütend, wenn es verliert. Ist das normal?

Ja, gelassen verlieren lernt man mit der Zeit. Hilfreich sind kooperative Spiele, in denen alle gemeinsam eine Aufgabe lösen, kurze Partien und Ihr eigenes Vorbild: Wenn Sie verlieren, sagen Sie, dass Sie sich ein bisschen ärgern, und schlagen Sie eine neue Runde vor.

Darf mein Kind auf dem Tablet spielen?

Das entscheidet die Familie. Wenn Bildschirme im Leben Ihres Kindes vorkommen, dann nach Absprache, kurz und möglichst gemeinsam: zusammen schauen, darüber sprechen und die Idee danach in ein echtes Spiel am Tisch oder auf dem Boden übertragen.

Über das Projekt

Lucky Kid ist ein unabhängiger Ratgeber darüber, wie Kinder zu Hause spielend lernen. Wir schreiben für Eltern von Vorschul- und Grundschulkindern: welche Spiele was üben, wie man ohne Anschaffungen spielt, wie man das Kind unterstützt und wie man den Spielbereich sicher gestaltet.

Früher gab es unter dieser Domain nur fremde Spam-Seiten, die nichts mit Kindern zu tun hatten. Ihre Inhalte werden hier nicht wiedergegeben, und der Ratgeber steht in keiner Verbindung zu ihnen. Der Name stammt von der Domain.

  • Spielideen

    Kurze Spielideen nach Fähigkeiten: worum es geht, was das Spiel übt und wie Sie es leichter oder schwieriger machen.

  • Aufgaben

    Eine Spielwoche: jeden Tag eine kurze Aufgabe – zu Hause, in der Küche, beim Spaziergang und unterwegs.

  • Methoden

    Sinnvoll spielen: Das Kind führt, der Erwachsene beschreibt, Fehler und Wiederholungen gehören zum Spiel.

Quellen

  • Redaktionelle Inhalte des Ratgebers Lucky Kid
  • Altersangaben und Anleitungen von Spielzeugherstellern
  • Empfehlungen von Kinderärztinnen und Kinderärzten zur Sicherheit von Spielzeug zu Hause (allgemein gehalten)

Die Inhalte des Ratgebers sind allgemein gehalten und stützen sich auf Anleitungen von Spielzeugherstellern, allgemeine Sicherheitshinweise von Kinderärztinnen und Kinderärzten sowie die Erfahrung der Redaktion. Jedes Kind spielt und wächst in seinem eigenen Tempo. Passen Sie die Ideen deshalb an Ihr Kind an und besprechen Sie Fragen zu seiner Entwicklung mit Fachleuten.